Geburtstermin-Rechner

Berechne deinen voraussichtlichen Geburtstermin nach letzter Periode, Empfängnisdatum, IVF-Transfer oder Ultraschall — mit Formel und jedem Rechenschritt.

Was du weißt
Dein voraussichtlicher Geburtstermin
Wichtige Termine
Voraussichtliche Empfängnis
Ende des ersten Trimesters
Zeitfenster für Feindiagnostik
Beginn des dritten Trimesters
Frühe Termingeburt ab
Termingeburt ab
Übertragung ab
Rund um den Geburtstermin
  • FrühgeburtVor Woche 37
  • Frühe TermingeburtWochen 37–38
  • TermingeburtWochen 39–40
  • SpätgeburtWoche 41
  • ÜbertragungAb Woche 42
Der Rechenweg
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FAQ

Wie genau ist ein errechneter Geburtstermin?

Er ist die Mitte eines Zeitfensters, kein fester Stichtag. Eine Schwangerschaft gilt zwischen 37 und 42 Wochen als termingerecht, und erste Schwangerschaften dauern oft einige Tage länger. Ein früher Ultraschall bestimmt das Datum genauer als jede Kalendermethode — nutze die Schätzung also zum Planen, nicht zum Festlegen.

Warum verschiebt die Zykluslänge den Geburtstermin?

Die klassische Regel geht von einem 28-tägigen Zyklus mit dem Eisprung an Tag 14 aus. Ein längerer Zyklus bedeutet einen späteren Eisprung, sodass sich die Empfängnis — und damit der Geburtstermin — um die Differenz nach hinten verschiebt; ein kürzerer Zyklus zieht ihn nach vorne. Wenn du deinen Zyklus nicht beobachtest, lass den Wert bei 28 Tagen.

Mein Ultraschall ergab einen anderen Termin — welcher gilt?

Meistens gilt der des Ultraschalls. Ein Ultraschall im ersten Trimester (bis zu 13 Wochen 6 Tage) datiert eine Schwangerschaft auf etwa 5–7 Tage genau, was Richtlinien der ACOG als zuverlässiger einstufen als selbst eine gut erinnerte letzte Periode; weichen beide um mehr als bestimmte Grenzwerte ab, übernimmt das Ultraschalldatum. Diese Entscheidung liegt bei deiner Hebamme oder deinem Arzt — weshalb dieser Rechner ein ultraschallbasiertes Datum niemals selbstständig ändert.

Wie wird der Geburtstermin nach einer IVF berechnet?

Ausgehend vom Transferdatum und dem Alter des Embryos: Addiere 266 Tage minus das Embryonenalter — also 263 Tage für einen Tag-3-Embryo, 261 für Tag-5 und 260 für Tag-6. Kryotransfers zählen genauso, basierend auf dem Alter beim Einfrieren. Da der genaue Zeitpunkt bekannt ist, ist die IVF-Datierung am präzisesten, und ein späterer Ultraschall verschiebt sie nur selten.

Was kann mir dieser Rechner nicht verraten?

Er kann keine Schwangerschaft bestätigen, die Gesundheit des Babys prüfen oder Entscheidungen über deine medizinische Betreuung treffen — es ist eine Kalenderberechnung zum Lernen und Planen. Fragen zu deinen Daten, einem abweichenden Ultraschall oder wann du untersucht werden solltest, gehören zu deiner Hebamme oder deinem Arzt.

Der Geburtstermin-Rechner ist ein kostenloses Online-Werkzeug, das den voraussichtlichen Geburtstermin einer Schwangerschaft schätzt und den aktuellen Fortschritt auf der Grundlage der verfügbaren Ausgangsdaten ermittelt. Nutzer können die Berechnung wahlweise über die letzte Periode, ein bekanntes Empfängnisdatum, einen IVF-Transfer oder eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Das Werkzeug arbeitet direkt im Browser und zeigt neben dem errechneten Datum die aktuellen Schwangerschaftswochen und -tage, das Trimester sowie einen Zeitplan wichtiger Meilensteine und Entwicklungsphasen an. Als reine Kalenderberechnung konzipiert, legt das Tool jeden einzelnen Rechenschritt offen, um den Weg zum Ergebnis nachvollziehbar zu machen.

Die Wissenschaft der Schwangerschaftsdatierung

Die Bestimmung des Schwangerschaftsalters (Gestationsalter) folgt einer etablierten medizinischen Konvention: Die Wochen werden ab dem ersten Tag der letzten Menstruationsperiode gezählt – also rund zwei Wochen vor der eigentlichen Befruchtung. Wenn ein Schwangerschaftstest das Ergebnis „4 Wochen schwanger“ anzeigt, liegt die Empfängnis dementsprechend meist erst etwa 2 Wochen zurück.

Historisch und klinisch basiert diese Berechnung auf der Naegele-Regel. Nach dieser Methode wird der voraussichtliche Geburtstermin (engl. Estimated Due Date, EDD) ermittelt, indem zum ersten Tag der letzten Periode 280 Tage (40 Wochen) hinzugerechnet werden. Dies setzt einen standardmäßigen Menstruationszyklus von 28 Tagen voraus, bei dem der Eisprung am 14. Tag stattfindet. Eine historisch gelehrte, mathematisch äquivalente Formel lautet: Addiere ein Jahr, subtrahiere drei Monate und addiere sieben Tage. Ist das genaue Empfängnisdatum bekannt, verschiebt sich die Formel auf das Empfängnisdatum plus 266 Tage. Diese Standards sind unter anderem in der Stellungnahme des American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG Committee Opinion No. 700, Methods for Estimating the Due Date) verankert.

Der Einfluss der Zykluslänge auf den Geburtstermin

Da biologische Abläufe variieren, trifft das Standardmodell eines 28-tägigen Zyklus nicht auf jede Person zu. Der Zeitpunkt des Eisprungs verschiebt sich in Abhängigkeit von der individuellen Zykluslänge und tritt näherungsweise (Zykluslänge − 14) Tage nach dem Beginn der Periode auf.

Um diese Varianz auszugleichen, passt der Rechner den Geburtstermin um die Differenz (Zykluslänge − 28 Tage) an.

  • Ein längerer Zyklus von beispielsweise 32 Tagen verschiebt den Eisprung nach hinten, wodurch sich der errechnete Geburtstermin um 4 Tage nach hinten verlagert.
  • Ein kürzerer Zyklus von 24 Tagen zieht den Termin entsprechend um 4 Tage nach vorne.

Diese Anpassung entspricht den Berechnungsstandards, wie sie auch vom britischen National Health Service (NHS Due Date Calculator) genutzt werden.

Präzise Datierung nach einer In-vitro-Fertilisation (IVF)

Bei Schwangerschaften, die durch assistierte Reproduktionstechnologien (ART) entstanden sind, ist der Zeitpunkt der Befruchtung exakt dokumentiert. Daher ist die IVF-Datierung die präziseste Kalendermethode. Gemäß den Richtlinien der ACOG Committee Opinion No. 700 muss für die Festlegung des Geburtstermins die ART-basierte Datierung herangezogen werden.

Die Berechnung basiert auf dem Transferdatum und dem Alter des Embryos am Tag des Transfers. Die Formel lautet:

Geburtstermin = Transferdatum + (266 Tage - Alter des Embryos in Tagen)

Daraus ergeben sich folgende feste Rechenregeln für das Tool:

  • Tag 3: Transferdatum + 263 Tage
  • Tag 5: Transferdatum + 261 Tage
  • Tag 6: Transferdatum + 260 Tage

Diese Regeln gelten identisch für frische sowie für kryokonservierte Embryotransfers, da das Einfrieren und Auftauen keinen Einfluss auf das biologische Alter des Embryos hat.

Ultraschalldatierung versus Kalendermethoden

Obwohl Kalenderberechnungen einen guten ersten Anhaltspunkt bieten, gilt ein Ultraschall im ersten Trimester (bis zu einer Schwangerschaftsdauer von 13 Wochen und 6 Tagen) über die Messung der Scheitel-Steiß-Länge als die genaueste Methode zur Bestimmung des Schwangerschaftsalters. Die Genauigkeit liegt hierbei in einem Toleranzbereich von 5 bis 7 Tagen.

Weicht der über die letzte Periode ermittelte Termin vom Ultraschallbefund ab, gelten in der Medizin klare Grenzwerte für eine Anpassung des Geburtstermins (ACOG CO 700):

  • Bis zu 8 Wochen und 6 Tagen: Anpassung, wenn die Abweichung mehr als 5 Tage beträgt.
  • Zwischen 9 Wochen 0 Tagen und 13 Wochen 6 Tagen: Anpassung bei mehr als 7 Tagen Abweichung.
  • Zwischen 14 Wochen 0 Tagen und 15 Wochen 6 Tagen: Anpassung bei mehr als 7 Tagen Abweichung.
  • Zwischen 16 Wochen 0 Tagen und 21 Wochen 6 Tagen: Anpassung bei mehr als 10 Tagen Abweichung.
  • Zwischen 22 Wochen 0 Tagen und 27 Wochen 6 Tagen: Anpassung bei mehr als 14 Tagen Abweichung.
  • Ab 28 Wochen 0 Tagen: Anpassung bei mehr als 21 Tagen Abweichung.

Sobald der Termin durch einen frühen Ultraschall präzisiert wurde, wird er durch spätere Scans nicht mehr korrigiert. Da die Entscheidung über eine offizielle Terminverschiebung stets im Ermessen des medizinischen Fachpersonals liegt, behält dieser Rechner ein eingegebenes Ultraschalldatum unverändert bei und nimmt keine eigenmächtigen Anpassungen vor.

Schwangerschaftsphasen und die Realität des Geburtstermins

Der errechnete Geburtstermin ist kein fester Stichtag, sondern das Zentrum eines biologischen Zeitfensters. Lediglich etwa 4 bis 5 % aller Kinder kommen exakt am errechneten Termin zur Welt; die überwiegende Mehrheit wird in den zwei Wochen vor oder nach diesem Datum geboren. Erstgebärende überschreiten den Termin statistisch häufig um einige Tage.

Die Einteilung der Schwangerschaftsphasen und Termingeburten ist durch die ACOG/SMFM Committee Opinion No. 579 (Definition of Term Pregnancy) wie folgt definiert:

Kategorie Zeitraum (Schwangerschaftswochen) Label im Tool
Frühgeburt Vor Woche 37 (bis 36w6d) Vor Woche 37
Frühe Termingeburt Wochen 37–38 (37w0d bis 38w6d) Wochen 37–38
Termingeburt Wochen 39–40 (39w0d bis 40w6d) Wochen 39–40
Spätgeburt Woche 41 (41w0d bis 41w6d) Woche 41
Übertragung Ab Woche 42 (ab 42w0d) Ab Woche 42

Klinisch wird die Schwangerschaft zudem in drei Trimester unterteilt. Das erste Trimester endet bei 13 Wochen und 6 Tagen, das zweite Trimester erstreckt sich von Woche 14 bis 27 Wochen und 6 Tagen, und das dritte Trimester reicht von Woche 28 bis zur Geburt. Das wichtige Zeitfenster für die Feindiagnostik (Organscreening bzw. Anatomie-Ultraschall) liegt üblicherweise zwischen den Wochen 18 und 22.

Funktionsweise und Eingabemethoden des Rechners

Unter der Option "Termin berechnen nach" stehen vier Berechnungsmethoden zur Auswahl:

  1. Letzte Periode: Erfordert den ersten Tag der letzten Periode und die durchschnittliche Zykluslänge in Tagen (akzeptierter Bereich: 20 bis 45 Tage, Standardwert: 28).
  2. Empfängnis: Erfordert das genaue Empfängnisdatum.
  3. IVF-Transfer: Erfordert das Datum des Embryotransfers und das Alter des Embryos beim Transfer mit den Optionen Tag 3, Tag 5 oder Tag 6.
  4. Ultraschall: Erfordert das Ultraschalldatum und die zu diesem Zeitpunkt gemessenen Schwangerschaftswochen und -tage im Format „Wochen/Tage“ (zulässig von 4 Wochen 0 Tagen bis 42 Wochen 6 Tagen, z. B. „12w3d“).

Zusätzlich kann über das Feld "Stand vom" ein beliebiges Datum gewählt werden (Standard ist das aktuelle Datum), um zu ermitteln, in welcher Woche man sich an einem bestimmten Tag in der Zukunft befinden wird.

Fehlermeldungen und Validierung

Das Tool prüft alle Eingaben direkt bei der Eingabe und gibt bei Fehlern folgende Meldungen aus:

  • Ungültiges Datumsformat: "Dieses Datum scheint nicht zu stimmen — wähle es aus dem Kalender.".
  • Datum in der Zukunft: "Dieses Datum liegt in der Zukunft — überprüfe das Jahr.".
  • Zykluslänge außerhalb des Bereichs: "Die Zykluslänge muss zwischen 20 und 45 Tagen liegen.".
  • Ultraschallwochen außerhalb des Bereichs: "Trage die Schwangerschaftswochen beim Ultraschall ein, zwischen 4 und 42.".
  • Ultraschalltage außerhalb des Bereichs: "Tage müssen zwischen 0 und 6 liegen — übertrage den Rest in Wochen.".
  • Ungültiges Prüfdatum: "Das „Stand vom“-Datum darf nicht vor dem Datum liegen, von dem aus gezählt wird.".

Liegt das eingegebene Datum für die Berechnung zu weit in der Vergangenheit, erscheint der Hinweis: "Dieses Datum liegt weiter zurück, als eine Schwangerschaft dauert, daher gibt es keine aktuelle Woche anzuzeigen — der Geburtstermin und wichtige Daten stehen unten.".

Datenschutz und Datenverarbeitung

Die Privatsphäre der Nutzer bleibt bei der Verwendung dieses Werkzeugs gewahrt. Alle Berechnungen werden lokal im Webbrowser des Nutzers ausgeführt. Die eingegebenen Daten verbleiben auf der Seite; es findet keine Übertragung, Speicherung oder Freigabe von Daten an externe Server statt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie genau ist ein errechneter Geburtstermin?
Er ist die Mitte eines Zeitfensters, kein fester Stichtag. Eine Schwangerschaft gilt zwischen 37 und 42 Wochen als termingerecht, und erste Schwangerschaften dauern oft einige Tage länger. Ein früher Ultraschall bestimmt das Datum genauer als jede Kalendermethode — nutze die Schätzung also zum Planen, nicht zum Festlegen.

Warum verschiebt die Zykluslänge den Geburtstermin?
Die klassische Regel geht von einem 28-tägigen Zyklus mit dem Eisprung an Tag 14 aus. Ein längerer Zyklus bedeutet einen späteren Eisprung, sodass sich die Empfängnis — und damit der Geburtstermin — um die Differenz nach hinten verschiebt; ein kürzerer Zyklus zieht ihn nach vorne. Wenn du deinen Zyklus nicht beobachtest, lass den Wert bei 28 Tagen.

Wie wird der Geburtstermin nach einer IVF berechnet?
Ausgehend vom Transferdatum und dem Alter des Embryos: Addiere 266 Tage minus das Embryonenalter — also 263 Tage für einen Tag-3-Embryo, 261 für Tag-5 und 260 für Tag-6. Kryotransfers zählen genauso, basierend auf dem Alter beim Einfrieren. Da der genaue Zeitpunkt bekannt ist, ist die IVF-Datierung am präzisesten, und ein späterer Ultraschall verschiebt sie nur selten.

Mein Ultraschall ergab einen anderen Termin — welcher gilt?
Meistens gilt der des Ultraschalls. Ein Ultraschall im ersten Trimester (bis zu 13 Wochen 6 Tage) datiert eine Schwangerschaft auf etwa 5–7 Tage genau, was Richtlinien der ACOG als zuverlässiger einstufen als selbst eine gut erinnerte letzte Periode; weichen beide um mehr als bestimmte Grenzwerte ab, übernimmt das Ultraschalldatum. Diese Entscheidung liegt bei deiner Hebamme oder deinem Arzt — weshalb dieser Rechner ein ultraschallbasiertes Datum niemals selbstständig ändert.

Was kann mir dieser Rechner nicht verraten?
Er kann keine Schwangerschaft bestätigen, die Gesundheit des Babys prüfen oder Entscheidungen über deine medizinische Betreuung treffen — es ist eine Kalenderberechnung zum Lernen und Planen. Fragen zu deinen Daten, einem abweichenden Ultraschall oder wann du untersucht werden solltest, gehören zu deiner Hebamme oder deinem Arzt.