Fourier-Reihen-Rechner

Geben Sie eine periodische Funktion oder bis zu fünf Teilstücke ein, um Fourier-Koeffizienten zu berechnen, die Teilsumme zu prüfen und die Rekonstruktion zu vergleichen.

Funktion über eine Periode

a und b verwenden Ihre x-Einheit; trigonometrische Argumente sind im Bogenmaß (rad). Die Periode ist T = b − a.

Funktionsteilstücke

Verwenden Sie x, pi, e, + − * / ^, Klammern, sin, cos, tan, exp, ln, log, sqrt, abs, min und max. Multiplikationen können als 2*x oder 2x geschrieben werden.

Beispiele

Reihe und Präzision

Ganze Zahl von 1 bis 30.
Gerade Zahl von 200 bis 4000; die Stabilitätsprüfung wiederholt sich bei doppelter Auflösung.
Optional; verwendet dieselbe x-Einheit wie die Periode.

Fourier-Rekonstruktion

Teilsumme

Koeffizienten

naₙbₙAmplitude

Formel und Einsetzung

SN(x) = a₀/2 + Σ [aₙ cos(nω₀x) + bₙ sin(nω₀x)]

a₀ = (2/T) ∫ f(x) dx

aₙ = (2/T) ∫ f(x) cos(nω₀x) dx

bₙ = (2/T) ∫ f(x) sin(nω₀x) dx

Bearbeiten Sie das Beispiel und berechnen Sie anschließend die Reihe.

Ihre Ausdrücke und Berechnungen verbleiben in diesem Browser und werden niemals hochgeladen.

FAQ

Welche Konvention für Fourier-Koeffizienten nutzt dieser Rechner?

Es wird f(x) ≈ a₀/2 + Σ[aₙ cos(nω₀x) + bₙ sin(nω₀x)] mit ω₀ = 2π/T geschrieben. Dementsprechend nutzen a₀, aₙ und bₙ alle den Faktor 2/T. Einige Bücher setzen den Mittelwert stattdessen direkt in a₀ ein; vergleichen Sie die angezeigte Formel, bevor Sie Koeffizienten abgleichen.

Sind die Koeffizienten exakt?

Nein. Es handelt sich um numerische Integrale aus der summierten Simpson-Regel. Der Rechner wiederholt die Berechnung mit der doppelten gewählten Auflösung und gibt die größte Änderung der Koeffizienten an. Eine geringe Abweichung stützt die angezeigten Ziffern, ist jedoch keine formale Fehlerschranke.

Warum schwingt der Graph in der Nähe eines Sprungs?

Eine endliche Fourier-Summe oszilliert in der Nähe einer Sprungstelle. Das Hinzufügen von Oberschwingungen verengt den betroffenen Bereich, beseitigt jedoch nicht das charakteristische Gibbssche Phänomen. Am Sprung nähert sich die Reihe unter den üblichen Konvergenzbedingungen dem Mittelwert aus links- und rechtsseitigem Grenzwert an.

Mathematische Grundlagen der Fourier-Reihe und Koeffizienten

Die Fourier-Analyse ermöglicht es, eine periodische oder stückweise definierte Funktion in eine unendliche Summe aus Sinus- und Kosinusschwingungen zu zerlegen. Diese Zerlegung basiert auf der mathematischen Erkenntnis, dass periodische Signale durch die Überlagerung von harmonischen Schwingungen rekonstruiert werden können. Der Fourier-Reihen-Rechner nutzt für diese Zerlegung die folgende etablierte mathematische Konvention:

f(x) ≈ a₀ / 2 + Σₙ₌₁^N [ aₙ cos(nω₀ x) + bₙ sin(nω₀ x) ]

Hierbei stellt ω₀ = (2π) / T die Kreisfrequenz dar, wobei T die Periodendauer der Funktion ist, berechnet aus der Differenz zwischen dem Endwert b und dem Anfangswert a (T = b - a). In dieser Formulierung nutzen die Koeffizienten a₀, aₙ und bₙ einheitlich den Integrationsfaktor 2 / T. Das konstante Glied der Reihe, welches den zeitlichen Mittelwert der Funktion repräsentiert, ergibt sich folglich aus der Division a₀ / 2.

Die Berechnung der Koeffizienten erfolgt über die Bestimmung der folgenden bestimmten Integrale über eine vollständige Periode:

  • Gleichanteil (a₀): Bestimmt den vertikalen Versatz der Funktion.
  • Kosinus-Koeffizienten (aₙ): Erfassen die geraden Anteile des Signals.
  • Sinus-Koeffizienten (bₙ): Erfassen die ungeraden Anteile des Signals.

Numerische Integration und Stabilitätsprüfung

Da analytische Lösungen für komplexe oder stückweise definierte Funktionen symbolisch oft schwer zu bestimmen sind, berechnet dieses Tool die Fourier-Koeffizienten über ein numerisches Näherungsverfahren. Zur Anwendung kommt die summierte Simpson-Regel (Composite Simpson rule). Diese Methode approximiert das Integral, indem sie das Integrationsintervall in eine vom Benutzer definierte, gerade Anzahl von Teilintervallen zerlegt.

Da numerische Integrale von der Diskretisierung abhängen, führt der Rechner bei jeder Berechnung eine automatische Stabilitätsprüfung durch. Das System verdoppelt die gewählte Anzahl der Simpson-Teilintervalle und berechnet die Koeffizienten ein zweites Mal. Die maximale Abweichung zwischen den beiden Durchläufen wird als Wert ‹delta› erfasst.

Je nach Ergebnis dieser Prüfung gibt das Tool spezifische Statusmeldungen aus:

  • Stabiles Ergebnis: Bei erfolgreicher und stabiler Berechnung erscheint die Meldung: "Berechnet. Die Koeffizientenprüfung bei doppelter Auflösung ist bei der angezeigten Genauigkeit stabil."
  • Instabiles Ergebnis: Sollte die Abweichung zu groß sein, warnt das System mit: "Berechnet, aber die Koeffizienten änderten sich um ‹delta›, als sich die Integrationsauflösung verdoppelte. Erhöhen Sie die Teilintervalle oder untersuchen Sie die Funktion auf scharfe Kanten."

Definition stückweiser Funktionen und Signalformen

In der Praxis und der Signalverarbeitung liegen periodische Funktionen selten als einzelne, glatte Kurven vor. Häufig handelt es sich um stückweise definierte Funktionen wie Rechteck-, Dreieck- oder Sägezahnschwingungen. Der Rechner ermöglicht es daher, eine Funktion entweder über eine einzige Periode zu definieren oder sie in bis zu fünf separate Funktionsteilstücke (Segmente) zu unterteilen.

Über die Schaltfläche „Teilstück hinzufügen“ lassen sich zusätzliche Segmente anlegen, während sie über „Teilstück ‹n› entfernen“ wieder gelöscht werden können. Für jedes Teilstück müssen die exakten Grenzen („von“ und „bis“) sowie der mathematische Ausdruck für $f(x)$ definiert werden.

Zulässige mathematische Elemente im Eingabefeld

Für die Definition der Ausdrücke im Feld „f(x)“ können folgende mathematische Elemente verwendet werden:

  • Variablen und Konstanten: x, pi, e.
  • Operatoren: +, , *, /, ^ sowie Klammern. Multiplikationen können explizit (z. B. 2*x) oder implizit (z. B. 2x) eingegeben werden.
  • Funktionen: sin, cos, tan, exp, ln, log, sqrt, abs, min und max.

Trigonometrische Argumente werden im Bogenmaß (rad) interpretiert. Die Grenzen a und b der Periode müssen in derselben physikalischen Einheit wie die Variable x angegeben werden.

Das Gibbssche Phänomen an Unstetigkeitsstellen

Bei der Approximation von Funktionen mit Sprungstellen – wie etwa bei einer Rechteckschwingung – tritt an den Diskontinuitäten das Gibbssche Phänomen auf. Selbst bei einer sehr hohen Anzahl von Oberschwingungen N verschwindet die typische Überhöhung (das „Überschwingen“) nahe der Sprungstelle nicht. Stattdessen verengt sich lediglich der betroffene Bereich der Oszillationen.

Der Rechner erkennt solche Unstetigkeiten in den definierten Segmenten und gibt in diesem Fall folgenden Hinweis aus: "Die Teilstücke weisen einen Sprung auf. Oszillationen nahe der Grenze können auf das Gibbssche Phänomen zurückzuführen sein und sind nicht zwingend ein Integrationsfehler." Unter normalen Konvergenzbedingungen nähert sich die Fourier-Teilsumme an einer solchen Sprungstelle dem Mittelwert aus links- und rechtsseitigem Grenzwert an.

Eingabeparameter und Einstellungen

Um eine präzise Rekonstruktion zu berechnen, stehen im Bereich „Reihe und Präzision“ folgende Stellschrauben zur Verfügung:

Parameter Beschreibung Zulässiger Bereich / Format
Oberschwingungen N Bestimmt die Anzahl der berechneten harmonischen Terme für die Teilsumme. Ganze Zahl von 1 bis 30.
Simpson-Teilintervalle Definiert die Feinheit der numerischen Integration für die Koeffizientenbestimmung. Gerade Zahl von 200 bis 4000.
Angezeigte Dezimalstellen Steuert die Rundung und Darstellung der numerischen Ergebnisse in der Tabelle. Ganzzahliger Wert.
Sₙ(x) auswerten bei Optionaler Eingabewert zur punktweisen Berechnung der rekonstruierten Teilsumme. Numerischer Wert in der Einheit von x.

Fehlermeldungen und Fehlerbehebung

Sollten die Eingabewerte oder die mathematischen Ausdrücke mathematische Regeln verletzen, gibt das Tool präzise Fehlermeldungen aus, um die Korrektur zu erleichtern:

  • Syntaxfehler: "Überprüfen Sie die Syntax des Ausdrucks." (Tritt auf bei unvollständigen Klammern oder unbekannten Zeichen).
  • Definitionsbereich: "Die Funktion verlässt innerhalb dieser Periode den reellen Zahlenbereich." (Tritt beispielsweise auf, wenn versucht wird, die Quadratwurzel aus einer negativen Zahl zu ziehen).
  • Division durch Null: "Die Funktion dividiert innerhalb dieser Periode durch Null."
  • Wertebereichsüberschreitung: "Die Funktion oder ein Koeffizient überschreitet den unterstützten Zahlenbereich."
  • Ungültige Parameter: "Überprüfen Sie die Bereiche für Periode, Oberschwingungen und Präzision."
  • Segmentfehler: "Überprüfen Sie die Funktionsteilstücke und deren Grenzen." (Tritt auf, wenn sich Grenzen überschneiden oder Lücken aufweisen).

Lokale Verarbeitung und Datenschutz

Sämtliche Berechnungen, mathematischen Auswertungen und grafischen Darstellungen werden vollständig lokal auf dem Endgerät des Nutzers ausgeführt. Die eingegebenen mathematischen Ausdrücke, Intervalle und berechneten Koeffizienten verbleiben im Webbrowser und werden zu keinem Zeitpunkt an externe Server übertragen oder dort gespeichert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Konvention für Fourier-Koeffizienten nutzt dieser Rechner?
Es wird f(x) ≈ a₀/2 + Σ [aₙ cos(nω₀ x) + bₙ sin(nω₀ x)] mit ω₀ = 2π/T geschrieben. Dementsprechend nutzen a₀, aₙ und bₙ alle den Faktor 2/T. Einige Bücher setzen den Mittelwert stattdessen direkt in a₀ ein; vergleichen Sie die angezeigte Formel, bevor Sie Koeffizienten abgleichen.

Sind die Koeffizienten exakt?
Nein. Es handelt sich um numerische Integrale aus der summierten Simpson-Regel. Der Rechner wiederholt die Berechnung mit der doppelten gewählten Auflösung und gibt die größte Änderung der Koeffizienten an. Eine geringe Abweichung stützt die angezeigten Ziffern, ist jedoch keine formale Fehlerschranke.

Warum schwingt der Graph in der Nähe eines Sprungs?
Eine endliche Fourier-Summe oszilliert in der Nähe einer Sprungstelle. Das Hinzufügen von Oberschwingungen verengt den betroffenen Bereich, beseitigt jedoch nicht das charakteristische Gibbssche Phänomen. Am Sprung nähert sich die Reihe unter den üblichen Konvergenzbedingungen dem Mittelwert aus links- und rechtsseitigem Grenzwert an.