Schwarzkörperstrahlung-Rechner

Geben Sie eine Temperatur oder eine gemessene Peak-Wellenlänge ein und lesen Sie ab, wo das thermische Spektrum sein Maximum hat, wie viel Leistung es ausstrahlt und wie die Planck-Kurve dahinter aussieht.

Strahler

Ausgehen von

1 entspricht einem idealen schwarzen Körper. Ein niedrigerer Wert skaliert jede Strahlungsgröße herab, lässt das Maximum aber unverändert.

Probieren Sie einen bekannten Strahler

Spektrum

Peak-Emissionswellenlänge

Spektralbereich des Maximums ·

Strahlungsgrößen

Temperatur
Gesamtstrahlungsleistung
Spektrale Strahldichte am Maximum

Formel und Einsetzung

    Sämtliche Berechnungen laufen in Ihrem Browser. Die von Ihnen eingegebenen Temperaturen und Wellenlängen verlassen Ihr Gerät niemals.

    FAQ

    Was genau ist ein schwarzer Körper?

    Ein idealisiertes Objekt, das jede auf es treffende Wellenlänge absorbiert und im Gegenzug das stärkste thermische Spektrum abgibt, das eine Oberfläche bei dieser Temperatur erzeugen kann. Kein reales Objekt ist perfekt, aber Sterne, das Innere von Brennöfen und Lampenglühdrähte kommen dem so nahe, dass die ideale Kurve das standardmäßige erste Modell ist – die Zahlen hier stellen diese ideale Obergrenze dar.

    Was ändert der Emissionsgrad und was bleibt unberührt?

    Das Einstellen von ε unter 1 modelliert einen grauen Körper: Jede Strahlungsgröße – die Gesamtleistung und die Strahldichte bei jeder Wellenlänge – wird mit ε multipliziert, während die Form der Kurve und die Peak-Wellenlänge exakt an derselben Stelle bleiben. Reale Materialien gehen noch weiter und variieren ε von Wellenlänge zu Wellenlänge, was eine einzelne Zahl nicht erfassen kann.

    Warum glüht ein heißeres Objekt bläulicher?

    Das Wiensche Gesetz verortet das Maximum bei b ÷ T, sodass eine Verdoppelung der Temperatur die Peak-Wellenlänge halbiert. Ein Metallstab erwärmt sich von unsichtbarem Infrarot zu mattem Rot um 800 K, über Orange bis hin zu Weiß, da sich ein immer größerer Teil der Kurve über den gesamten sichtbaren Bereich erstreckt; die 5772 K heiße Oberfläche der Sonne hat ihr Maximum nahe 502 nm, mitten im grün-blauen Bereich.

    Kann ich die Temperatur eines Sterns anhand seiner Farbe schätzen?

    Ja – stellen Sie den Rechner so um, dass er von einer Peak-Wellenlänge ausgeht, und er kehrt das Wiensche Gesetz um: T = b ÷ λ. Ein Stern mit einem Maximum bei 400 nm kommt auf etwa 7 200 K. Betrachten Sie dies als Schätzung: Ein Stern ist nur näherungsweise ein schwarzer Körper, und Absorptionslinien oder interstellare Rötung können die Position des gemessenen Maximums verschieben.

    Physikalische Grundlagen der Schwarzkörperstrahlung

    Ein idealer schwarzer Körper ist ein theoretisches Objekt, das jede auf es treffende elektromagnetische Strahlung vollständig absorbiert. Im thermischen Gleichgewicht emittiert er ein kontinuierliches Spektrum elektromagnetischer Strahlung, dessen Intensitätsverteilung ausschließlich von seiner absoluten Temperatur abhängt. Reale Objekte weichen von diesem idealen Verhalten ab. Um diese Abweichungen mathematisch zu beschreiben, wird der Emissionsgrad (symbolisiert durch das griechische Zeichen ε) eingeführt. Ein idealer schwarzer Körper besitzt einen Emissionsgrad von ε = 1. Ein grauer Körper hingegen weist einen konstanten Emissionsgrad von unter 1 auf, was sämtliche emittierten Strahlungsgrößen gleichmäßig herabskaliert, ohne jedoch die spektrale Form oder die Lage des Maximums zu verändern.

    Die mathematische Beschreibung dieses Phänomens beruht auf drei fundamentalen physikalischen Gesetzen:

    1. Das Plancksche Strahlungsgesetz: Es beschreibt die spektrale Strahldichte B_λ eines schwarzen Körpers als Funktion der Wellenlänge λ und der absoluten Temperatur T: B_λ(λ,T) = 2hc² / (λ⁵) · 1 / (e^(hc / (λ k T)) - 1) Hierbei stehen h für das Plancksche Wirkungsquantum, c für die Lichtgeschwindigkeit und k für die Boltzmann-Konstante.

    2. Das Wiensche Verschiebungsgesetz: Es zeigt, dass die Wellenlänge λₘₐₓ, bei der die Emission ihr Maximum erreicht, umgekehrt proportional zur absoluten Temperatur T ist: λₘₐₓ = b / T Für die Berechnung wird die CODATA-2022-Konstante b = 2.897771955 × 10⁻³ m·K verwendet.

    3. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz: Es bestimmt die gesamte emittierte Strahlungsleistung M pro Flächeneinheit über alle Wellenlängen hinweg: M = εσ T⁴ Dabei wird die CODATA-Konstante σ = 5.670374419 × 10⁻⁸ W·m⁻²·K⁻⁴ genutzt.

    Funktionsweise und Eingabeparameter des Rechners

    Der Rechner ermöglicht die Analyse des thermischen Spektrums über zwei verschiedene Ausgangspunkte. Unter „Ausgehen von“ kann zwischen den Modi „Temperatur“ und „Peak-Wellenlänge“ gewechselt werden.

    • Temperatur: Die absolute Temperatur des Strahlers.
    • Temperatureinheit: Die Maßeinheit für die eingegebene Temperatur.
    • Gemessene Peak-Wellenlänge: Die Wellenlänge, bei der das gemessene Emissionsmaximum liegt.
    • Wellenlängeneinheit: Die Maßeinheit für die Wellenlängeneingabe.
    • Emissionsgrad: Ein Wert zwischen 0 und 1, der die Abweichung vom idealen schwarzen Körper beschreibt.
    • Bei einer Wellenlänge auswerten (optional): Eine benutzerdefinierte Wellenlänge, für die die spektrale Strahldichte berechnet und mit dem Maximum verglichen wird.

    Für einen schnellen Einstieg stehen vordefinierte Profile unter „Probieren Sie einen bekannten Strahler“ bereit:

    • Sonnenoberfläche
    • Glühfadenlampe
    • Kerzenflamme
    • Menschlicher Körper
    • Kosmische Hintergrundstrahlung

    Mathematische Grenzwerte und Validierungsregeln

    Bei der numerischen Auswertung des Planckschen Gesetzes müssen physikalische und rechentechnische Grenzen berücksichtigt werden. Wenn der Exponent im Nenner der Planck-Formel den Wert von etwa 700 überschreitet: hc / (λ k T) > ≈ 700 führt die Berechnung des Terms eˣ zu einem numerischen Überlauf im Fließkommasystem. In diesem Fall sowie bei extrem kleinen Werten für die Wellenlänge λ oder die Temperatur T wird die spektrale Strahldichte B_λ exakt als 0 ausgewertet.

    Der Rechner erzwingt strenge Validierungsregeln für alle Eingaben, um physikalisch unmögliche Zustände zu verhindern:

    • Zahlenformat: Kann eine Eingabe nicht interpretiert werden, erscheint die Fehlermeldung: „‹token›“ ist keine Zahl.
    • Temperaturminimum: Liegt die Temperatur am oder unter dem absoluten Nullpunkt, wird ausgegeben: „Die Temperatur muss über dem absoluten Nullpunkt liegen (0 K, −273.15 °C, −459.67 °F).“
    • Temperaturmaximum: Um numerische Instabilitäten zu vermeiden, gilt eine Obergrenze von 10⁹ K. Bei Überschreitung erscheint: „Halten Sie die Temperatur bei oder unter 10⁹ K.“
    • Wellenlängenbereich: Wellenlängeneingaben müssen im Bereich von 0.0001 nm bis 1 m liegen. Andernfalls wird gemeldet: „Die Wellenlängen müssen zwischen 0.0001 nm und 1 m liegen.“
    • Emissionsgrad: Der Wert für den Emissionsgrad muss größer als 0 und maximal 1 sein. Bei Verstößen erscheint: „Der Emissionsgrad muss über 0 und höchstens 1 liegen.“

    Berechnete Strahlungsgrößen und Visualisierung

    Sobald gültige Parameter vorliegen, wechselt der Status von „Geben Sie eine Temperatur über dem absoluten Nullpunkt ein, um das Spektrum darzustellen.“ zu „Spektrum für einen ‹t› warmen Strahler.“. Das Werkzeug gibt folgende Werte aus:

    • Peak-Emissionswellenlänge: Die berechnete Wellenlänge des Emissionsmaximums.
    • Temperatur des Strahlers: Die eingegebene oder aus der Peak-Wellenlänge rekonstruierte Temperatur.
    • Spektralbereich des Maximums: Die Zuordnung des Maximums zu einem der folgenden Bänder: „Röntgen- / Gammastrahlung“, „Ultraviolett“, „Sichtbares Licht“, „Nahes Infrarot“, „Mittleres Infrarot“, „Fernes Infrarot“ oder „Mikrowelle“.
    • Gesamtstrahlungsleistung: Die nach dem Stefan-Boltzmann-Gesetz berechnete Gesamtleistung.
    • Spektrale Strahldichte am Maximum: Der Wert der spektralen Strahldichte am Peak.
    • Spektrale Strahldichte bei ‹lambda›: Die Strahldichte an der optionalen Auswertungswellenlänge.
    • Verhältnis zum Maximum: Der prozentuale Anteil der Strahldichte der benutzerdefinierten Wellenlänge im Vergleich zum Maximum.

    Unter dem Abschnitt „Formel und Einsetzung“ wird der mathematische Rechenweg transparent dargestellt. Die Ergebnisse können über die Schaltfläche „Ergebnis kopieren“ direkt in die Zwischenablage übertragen werden.

    Zusätzlich wird eine interaktive Grafik ausgegeben: „Planck-Kurve der spektralen Strahldichte über der Wellenlänge, mit markiertem Maximum und sichtbarem Lichtband“. Diese Grafik markiert die Bereiche für „Sichtbares Licht“, das „Maximum“ sowie „Ihre Wellenlänge“.

    Datenschutz und lokale Verarbeitung

    Sämtliche Berechnungen laufen in Ihrem Browser. Die von Ihnen eingegebenen Temperaturen und Wellenlängen verlassen Ihr Gerät niemals.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Was genau ist ein schwarzer Körper?
    Ein idealisiertes Objekt, das jede auf es treffende Wellenlänge absorbiert und im Gegenzug das stärkste thermische Spektrum abgibt, das eine Oberfläche bei dieser Temperatur erzeugen kann. Kein reales Objekt ist perfekt, aber Sterne, das Innere von Brennöfen und Lampenglühdrähte kommen dem so nahe, dass die ideale Kurve das standardmäßige erste Modell ist – die Zahlen hier stellen diese ideale Obergrenze dar.

    Warum glüht ein heißeres Objekt bläulicher?
    Das Wiensche Gesetz verortet das Maximum bei b ÷ T, sodass eine Verdoppelung der Temperatur die Peak-Wellenlänge halbiert. Ein Metallstab erwärmt sich von unsichtbarem Infrarot zu mattem Rot um 800 K, über Orange bis hin zu Weiß, da sich ein immer größerer Teil der Kurve über den gesamten sichtbaren Bereich erstreckt; die 5772 K heiße Oberfläche der Sonne hat ihr Maximum nahe 502 nm, mitten im grün-blauen Bereich.

    Kann ich die Temperatur eines Sterns anhand seiner Farbe schätzen?
    Ja – stellen Sie den Rechner so um, dass er von einer Peak-Wellenlänge ausgeht, und er kehrt das Wiensche Gesetz um: T = b ÷ λ. Ein Stern mit einem Maximum bei 400 nm kommt auf etwa 7 200 K. Betrachten Sie dies als Schätzung: Ein Stern ist nur näherungsweise ein schwarzer Körper, und Absorptionslinien oder interstellare Rötung können die Position des gemessenen Maximums verschieben.

    Was ändert der Emissionsgrad und was bleibt unberührt?
    Das Einstellen von ε unter 1 modelliert einen grauen Körper: Jede Strahlungsgröße – die Gesamtleistung und die Strahldichte bei jeder Wellenlänge – wird mit ε multipliziert, während die Form der Kurve und die Peak-Wellenlänge exakt an derselben Stelle bleiben. Reale Materialien gehen noch weiter und variieren ε von Wellenlänge zu Wellenlänge, was eine einzelne Zahl nicht erfassen kann.